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Gedanken zu Kosten und Zuzahlungen

Die Preisgestaltung, die sich in unserem staatlichen, einzigartig überbürokratisierten Gesundheitswesen breitflächig eingenistet hat, sieht folgendermaßen aus:

Der Sozialstaat gibt für eine ärztliche Behandlungsmaßnahme einen Preis vor, den er sich leisten kann. Der Arzt ist gezwungen, seine Leistung für diesen Preis irgendwie hinzubekommen. Er wird das in der Regel so schaffen, daß für ihn am Monatsende ein seinen wie auch immer gearteten Vorstellungen entsprechendes Einkommen übrig bleibt.

Wird der Preis irgendwann -wie inzwischen üblich- aufgrund knapper Kassen einfach staatlich abgesenkt, so wird der Arzt seine Leistung dafür sicher auch irgendwie erbracht bekommen. Vielleicht mit billigeren Materialien, vielleicht mit älteren Geräten, vielleicht mit weniger qualifiziertem Personal, vielleicht ganz einfach, indem er in derselben Zeit eineinhalb mal so viele Patienten operiert wie vorher. Die Vielfalt der Möglichkeiten ist geradezu beeindruckend. Ein staatliches “Institut für Qualitätssicherung in der Medizin” vermag daran sicher ebenso wenig zu ändern wie das freundliche Lächeln aus dem Gesundheitsministerium.

Um Qualität überhaupt erst einmal zu ermöglichen, bevor man sie denn sichern kann, gibt es ohne wenn und aber nur genau eine einzige Möglichkeit:

Die Praxis oder das Krankenhaus muß als Grundlage zunächst einmal über die für eine moderne und qualitativ hochwertige Patientenversorgung erforderlichen finanziellen Mittel verfügen. Unbegrenzte Leistungen sind für begrenzte Mittel schlicht und einfach nicht erhältlich. Auch nicht per Gesetz. Jeder versuchte Umweg um diese Tatsache herum muß sich zwangsläufig als Irrtum erweisen.

Sicher gibt es hier oder dort Möglichkeiten, die Effizienz zu verbessern und Kosten einzusparen. Daß diese aber eine Größenordnung darstellen, durch die das ganze System gefährdet oder geheilt werden kann, ist eine Erfindung ideologischer Tagträumer.



Jeder Arzt erhält dieselbe Vergütung

Was für ein Interesse sollte vor diesem Hintergrund ein Arzt haben, für das staatliche Einheitshonorar erheblich mehr zu leisten als der schlechteste seiner Kollegen ???

Denken Sie jetzt auch sofort an den Begriff “Ethik”?
Die an dieser Stelle erfahrungsgemäß regelmäßig anstehende Diskussion um das Thema “Ethik” sei mit einem Zitat von Rudolf Virchow (1821-1902) ein wenig entschärft (das Problem scheint also durchaus schon länger etabliert):


“Wenn einer von Ethik spricht, weiß ich, daß er nicht zahlen will.”


Im folgenden Bildbeispiel wird die vorstehend geschilderte, zentrale Problematik unseres mittlerweile in beängstigend enger Anlehnung an die DDR weitestgehend sozialistisch strukturierten Gesundheitswesens anschaulich deutlich.

Auch für den Laien ist unschwer der Unterschied zwischen den zwei Wurzelkanalfüllungen erkennbar, die von zwei verschiedenen Zahnärzten am selben Patienten nacheinander durchgeführt wurden - einmal ohne Erfolg, einmal mit:

 

Ergebnis Zahnarzt 1

Ergebnis Zahnarzt 2

Beide Ärzte erhielten von der Krankenkasse des Patienten die gleiche Vergütung:
64,46 EUR. Jeder weitere Kommentar dürfte sich hier erübrigen.

Behandlungsdauer:

6 Minuten

Behandlungsdauer:

54 Minuten

Zuzahlung:

keine

Zuzahlung:

156,49 EUR

Gesamtkosten:

64,46 EUR

Gesamtkosten:

220,95 EUR

Praxishonorar pro Stunde (hochgerechnet) :

644,60 EUR !!!

TEST

Praxishonorar pro Stunde (hochgerechnet) :

245,50 EUR

Ergebnis:

Behandlung erfolglos
(ausgedehnte Entzündung durch Bakterien aus ungefüllten Resthohlräumen)

Ergebnis:

Entzündung ausgeheilt
(alle Hohlräume dicht gefüllt, keinLebensraum für Bakterien mehr vorhanden)



Fazit

Der erste Behandler wird in Deutschland als anständiger, bescheidener Arzt mit hohen ethischen Ansprüchen hofiert.

Der zweite Kollege läuft permanent Gefahr, von Kassen, Politik und Medien als gefährlicher, geldgieriger “Abzocker” betitelt zu werden, der “den Hals nicht voll bekommt”.

So verrückt ist unserer Land. Und das nur, weil ein bankrottes Sozialsystem für eine Spitzenleistung nicht mehr als 64,46 EUR bezahlen kann und dies niemand offen und ehrlich zugeben mag ...

Verstehen Sie diese Ausführungen bitte nicht falsch - überdurchschnittliche Preise allein sind keineswegs eine Garantie für überdurchschnittliche Qualität. Aber sie machen hohe Qualität immerhin möglich. Der Rest ist Vertrauenssache zwischen Patient(in) und Arztpraxis. Bei staatlich diktierten Spaßpreisen dagegen nützt auch das größte Vertrauen nichts. Und der Spaß hört schnell auf.



Unsere Antwort

Die Preisgestaltung unserer Praxis folgt einem ebenso eindeutigen wie transparenten Maßstab: Sie richtet sich nach dem zeitlichen, fachlichen und technischen Aufwand, der ihr gegenüber steht. Nicht umgekehrt.

Da unser Sozialsystem die dafür erforderlichen Mittel bekanntermaßen schon lange nicht mehr zur Verfügung stellt, steigt der Anteil, den Sie selbst für Ihre fachlich korrekte und vollständige Behandlung leisten müssen, leider kontinuierlich an.
Dieses Problem läßt sich auch nicht durch Verweise auf das Kassenvertragsrecht vertuschen. Selbstverständlich ist ein Vertragsarzt verpflichtet, seine Patienten gemäß der bestehenden Verträge zu versorgen. Dies führt jedoch bei steigendem medizinischem Fortschritt immer häufiger in eine ernste Zwickmühle: Notwendige Leistungen, die von der Kasse nicht übernommen werden, müssten schlicht unterlassen werden, um einen Patienten frei von finanziellen Eigenbeteiligungen zu halten. Das aber wäre für den Arzt eine klare zivilrechtliche Einbahnstraße.

Hoffnung auf Besserung können wir Ihnen bedauerlicherweise nicht machen. Das Finanzierungsproblem wird sich in der Zukunft immer rasanter verschärfen (und von der Politik und den Kassen möglicherweise trotzdem immer lauter bestritten werden).


 

 

 

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