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Freitag, 14. September

Beihilfe kürzt Erstattung um die Positionen 800-810 GOZ

Sollten Sie seitens Ihrer Beihilfestelle die Erstattung der Positionen 800-810 der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) versagt bekommen, so geschieht dies in der Regel unter dem per Textbaustein geäußerten Hinweis, ein bestimmtes Formblatt würde fehlen.

Um Mißverständnissen vorzubeugen:
Bei diesem Formblatt handelt es sich
nicht um eine zahnärztliche Leistung, die unsererseits zwar vergessen, aber trotzdem berechnet wurde! Zwar geben Beihilfestellen immer wieder an, der Befund sei "auf dem nach Nr. 800 GOZ vorgeschriebenen Formblatt zu belegen", eine solche Vorschrift existiert aber im für die Zahnarztpraxis verbindlichen Text der GOZ nicht.

Die Vorschrift und das angemahnte Formblatt dienen vielmehr ausschließlich dem verwaltungsrechtlichen Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrer Beihilfestelle und sind dort für eine Erstattung der Gebührennummern 800-810 GOZ relevant. Einen zahnmedizinischen Sinn gibt es absolut nicht.

Sofern der Befund nach GOZ-Nr. 800 erhoben und berechnet wurde, stellen  wir Ihnen dieses Beihilfe-Formblatt als kostenfreien Service gern ausgefüllt zur Verfügung, damit Sie für Leistungen nach den Nrn. 800-801 GOZ entstandene Behandlungskosten ggf. erstattet bekommen.
Bei Patienten, deren Beihilfeberechtigung uns bekannt ist, sind wir bemüht, das Formular automatisch der Rechnung beizulegen. Bitte sehen Sie uns nach, wenn dies trotzdem versehentlich einmal unterbleibt.

Die Entscheidung, ob Sie in einem Fall, in dem mangels Erfordernis zunächst kein Befund nach GOZ-Nr. 800 erhoben wurde, nachträglich noch einen Befund erheben lassen und bezahlen möchten, um von der Beihilfestelle eine Erstattung zu bekommen, oder lieber auf die Erstattung der betreffenden Positionen verzichten, bleibt leider bei Ihnen als Patient/in hängen.

Gestatten Sie darüber hinaus noch einen grundsätzlichen Hinweis zu Sinn und Unsinn dieser Regelung:

Das Beihilferecht setzt für die Erstattung aller GOZ-Nrn. 801-810 zwingend voraus, dass ein "Befund auf Formblatt" nach der GOZ-Nr. 800 erhoben wurde. Dieser Befund ist jedoch aus zahnmedizinischer Sicht sehr oft vollkommen überflüssig. So können bei kleineren restaurativen Maßnahmen beispielsweise die Nrn. 801, 802, 804 GOZ für Bißregistrat und Montage des Arbeits- und Gegenkiefermodells anfallen, ohne dass hierfür eine Dokumentation des kompletten Befundes erforderlich wäre.
Beihilfeberechtigte Patientinnen und Patienten bekommen jedoch die Kosten für diese routinemäßig geforderten, medizinisch notwendigen Leistungen nur dann erstattet, wenn zusätzlich der in einem solchen Fall oftmals überflüssige und recht kostenintensive Befund erhoben wurde. Diese Befundunterlagen wiederum fallen unter die ärztliche Schweigepflicht und dürfen auch und gerade Kostenträgern nur so weit zugänglich gemacht werden, wie dies zur Prüfung der Leistungspflicht erforderlich ist. Deshalb müssen Sie gegenüber Ihrer Beihilfestelle durch ein spezielles Formular ohne ihre vollständigen Befunddaten bescheinigen, dass der besagte Befund nach GOZ-Nr. 800 erhoben und eine beihilfeauslösende Gegebenheit festgestellt wurde.

Richtig - die Konstruktion erweckt durchaus den Anschein eines Schildbürgerstreiches.
Allerdings zählen Sie mittlerweile vermutlich zu einer recht kleinen Minderheit, wenn Sie in Deutschland über derartige juristische Schöpfungen noch Verwunderung empfinden...



 

 

 

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